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Der 5. readbox Kundentag: 3 Fragen an Arno Heinisch

Arno Heinisch, (Mit-)Gründer und Geschäftsführer von Rocket Beans TV, wird den readbox Kundentag am 10. September mit einer Keynote mit dem Titel„Nach vorne scheitern: Über erfolgreiche Content Creation und Vermarktung im Netz.“ eröffnen. Das haben wir zum Anlass genommen, ein Kurzinterview mit ihm zu führen, um mehr über sein Vortragsthema und die Verbindung zur Buchbranche zu erfahren.

Arno, Ihr seid hauptsächlich im Bereich „Gaming“ unterwegs. Twitch und Youtube sind Plattformen, die zu Eurem Berufsalltag gehören. Wie kam es zu dem Vortrag beim readbox Kundentag?

50% unserer Inhalte haben einen Computerspiel-Bezug und 50% befassen sich mit popkulturellen Themen, die wir selbst spannend finden: Kinofilme, Serien und Quizshows für Nerds. Sowie interaktive Unterhaltungsformate, wie unsere tägliche Morningshow, unsere wöchentliche Late Night oder interaktive Pen-&-Paper-Live-Rollenspielabende und vieles mehr. Eines unserer liebsten Formate ist außerdem der Buch Klub, der seit Senderstart unser Programm in unregelmäßigen Abständen bereichert.

Zu dem Vortrag hat mich Ralf Biesemeier eingeladen, weil er unser Unternehmen spannend findet. Zufälligerweise kennt er auch Lisa Handirk, unsere Pressesprecherin und Assistenz der Geschäftsführung, weil sie aus der Buchbranche kommt und früher bei Monsenstein & Vannerdat gearbeitet hat.

Vor welchen Herausforderungen steht die Buchbranche aus Deiner Sicht? Welche Themen sollten wir angehen?

Die Digitalisierung der Buchbranche ist auf jeden Fall das große Thema. Als erstes würde ich eBooks für mindestens 2-3 Mitnutzer freigeben. Ich kann ein „echtes“ Buch doch auch an Familie oder Freunde verleihen! Transparenz, Glaubwürdigkeit und Fairness sind auf jeden Fall Keypoints für den Aufbau einer nachhaltigen, krediblen Marke. 

Die Geschichte von Rocket Beans ist eine echte Erfolgsgeschichte. Ein wichtiges Erfolgskriterium ist der ständige und direkte Austausch mit Ihrer Community, wodurch auch die Marke „Rocket Beans“ immer stärker und wertvoller wird (zuletzt habt Ihr die Modemarke „rktbns“ gelauncht). Ist das auf Verlage und die Buchbranche übertragbar? Welche Chancen siehst Du für mehr Kundennähe und -bindung?

Schwierig. Vielleicht, wenn Verlage einen Pool von festen Autoren mit Strahlkraft haben, die wiederum Freude daran verspüren, das Social-Media-Game mit zu spielen, ihre Leserinnen und Leser zu animieren, zu aktivieren und auffordern mitzugestalten. Aber das zahlt dann eher auf den einzelnen Autor ein und nicht auf den Verlag, siehe zum Beispiel Benjamin von Stuckrad-Barres Instagram-Auftritt.

Insgesamt ist das meiner Meinung nach aber nicht 1 zu 1 von unserem Modell übertragbar: Wir haben es geschafft, in den letzten 15 Jahren unsere Community aufzubauen, dies aber ohne Marketing-Masterplan, der vorab am Reißbrett entstanden ist, sondern weil wir seit jeher Inhalte so herstellen, wie wir sie gut finden und für richtig halten und gerne auch immer wieder dabei bestehende Regeln gebrochen haben. Dadurch hat sich eine treue Fangemeinde gebildet, die bereits zu einem relevanten Teil vorhanden war, als wir 2015 dann unseren eigenen, unabhängigen, interaktiven und Community-getriebenen 24-Stunden-Sender im Internet gegründet haben.

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