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Wir ziehen um…

Am 11.01.2019 zieht readbox auf ein neues Server-System um. Warum machen wir das eigentlich – und was passiert da?

 

[20. Dezember 2018] Jeder von uns ist schon einmal umgezogen. Jeder von uns weiß, dass es unzählige Dinge gibt, an die man dabei denken muss: Soll der Umzug wirklich am Wochenende stattfinden? Wo muss ich überall meine Adresse ändern? Wie viel Zeug hat sich da eigentlich im Keller angesammelt? Reden meine Freunde noch mit mir, wenn ich sie bitte zu helfen? Kommt die Oma mit der neuen Adresse klar?

Exakt so ist es auch bei einem Server-Umzug.
Nur schlimmer.

 

Denn genaugenommen kann man einen Serverumzug nicht mit einem privaten Umzug vergleichen. Bei letzterem schläft man ein paar Tage erst mal auf einer Matratze, bis das richtige Bett aufgebaut ist. Man kann sich Wochen, ja Monate Zeit lassen, bis man den letzten Karton ausgepackt hat. Und das alte Trimmdich-Rad kann auch ruhig noch etwas länger in der alten Wohnung bleiben.

Der Wechsel eines Server-Systems ist vielmehr mit dem Umzug einer Pizzeria zu vergleichen, die den Transport koordinieren, die Käse und Tomaten-Zulieferer informieren, den neuen Ort einrichten und gleichzeitig aber den Betrieb am alten Standort aufrechterhalten muss, um keine Kunden zu verlieren, die hungrig vor verschlossenen Türen stehen würden.

Exakt so ist es auch bei einem Server-Umzug.
Nur mit weniger Pizza.

 

Warum ein neuer Server?

Die Anforderungen an das readbox-System steigen mit jedem Tag. Wir sammeln täglich abertausende Daten und Dateien. Beständig kommen neue Kunden und damit Daten und Dateien in unser System. Unsere Software wird mit jedem Modul anspruchsvoller und komplexer. Das einfache Auflisten von Meta-Daten ist simpel. Komplexe, analytische Auswertungen von Preis-Aktionen oder Prozesse zur Metadaten-Optimierung verlangen aber gänzlich andere „Rechen-Power“.

Unser altes System kommt hier immer mehr an seine Grenzen. Daher haben wir uns entschlossen, auf ein größeres und leistungsstärkeres System umzuziehen, damit wir unseren Kunden weiterhin die gewohnten Leistungen bringen können und unsere gesamte Infrastruktur zukunftssicher bleibt.

 

Was zieht da alles um?

In unseren Möbelwagen kommen:

  • Einige Millionen Dateien: 3,5 Tera-Byte, das sind 3.585 Giga-Byte oder 3.670.016 Mega-Byte. Würden wir alles in Normseiten ausdrucken, müssten wir 1.879.048.192 Seiten transportieren.
  • Sechs getrennt zu konfigurierende Server-Systeme (wir ziehen auf einen neuen physikalischen Rechner um, aber dieser beinhaltet 6 unterschiedliche Instanzen, von der das meine.readbox-System nur eine ist.)
  • ca. 20 einzelne, komplette Datenbank-Systeme mit mehreren hundert Datenbank-Tabellen.
  • zahlreiche externe Komponenten (z.B. den Apple Transporter für das Verschicken von Daten und Dateien an Apple)

 

Was macht das alles so verdammt kompliziert?

Der Umzug der Dateien ist noch die einfachste Aufgabe. Hier müssen wir nur die große Menge bewältigen. Viel schwieriger ist die Sicherstellung aller externen Schnittstellen und automatischer Prozesse, die es in unserem System gibt. Wir liefern jeden Tag hunderte von Titeln an unzählige Shops. Wir ermitteln tägliche in großen Mengen statistische Daten (Verkaufsdaten, Amazon Sales Ranke, etc.). Es gibt über 150 vollautomatische „Jobs“, die auf dem Server im Hintergrund laufen und die weiterhin funktionieren müssen. Kunden nutzen unseren Server als Remote-Digital-Warehouse, um Verkäufe in ihren Shops über uns abzuwickeln. Jede Minute, in der unser System nicht zu erreichen ist, kann unzufriedene Käufer zur Folge haben.

Hinzu kommt, dass die Daten im alten und neuen System absolut identisch sein müssen. Es darf nicht passieren, dass wir im alten noch Daten sammeln, während wir das neue System bereits hochfahren.

Aus diesem Grund werden bei unserem Umzug Daten und Dateien nicht einmalig, sondern immer wieder synchronisiert. Aus diesem Grund schließen wir meine.readbox nicht nur für kurze Zeit, sondern für mehrere Tage.

Nur so können wir sicherstellen, dass keine Daten beim Umzug verloren gehen.

 

Uns ist bewusst, dass die Nichterreichbarkeit unseres Systems für keinen Kunden leicht ist. Und natürlich versuchen wir diese „Auszeit“ so kurz wie möglich zu halten. Aber unsere oberste Priorität muss es sein, dass der Umzug erfolgreich verläuft. Dass alle Daten, alle Dateien, alle Schnittstellen, alle Hintergrund-Jobs danach genauso funktionieren wie zuvor.

Nur schneller und besser.
Und mit mehr Peperoni.

 

Zur Sicherheit hier noch einmal der Ablauf des Server-Umzugs:


Freitag, 11. Januar 2019 17 Uhr:
meine.readbox geht offline. Alle Schnittstellen und Warehouse-Anbindungen laufen aber weiterhin wie gewohnt.

Samstag, 12. Januar 2019 7:00 – 7:30 Uhr: „Switch“ auf das neue System. In diesem Zeitraum wird unser komplettes System nicht erreichbar sein. Download-Links zum Warehouse behalten aber weiterhin ihre Gültigkeit und sind danach ganz normal nutzbar.

Spätestens Sonntag, 13. Januar 18 Uhr: meine.readbox geht wieder online.

 

 

 

 

 

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