Valongatu - Die Verbündeten
von David A. Summerwine (Autor)Veröffentlicht am 09.02.2009
von raphaelsaalberg, 16.04.2009 - Alle Rezensionen dieses Mitglieds ansehen
Den Stil von Summerwine würde ich als blumig bezeichnen. Er paßt eher zu einer Fantasy Geschichte, als zu SF. Es ist dem Text deutlich anzumerken, dass sein Autor großen Wert darauf legt Stimmungen zu vermitteln. Beinahe ein wenig zu klassisch - OK für den, der es mag. Ich gehöre dazu.
Erfreulicherweise unterscheidet sich seine Art zu schreiben von der Art Geschichten, die von Schauplatz zu Schauplatz eilen ohne den Leser wirklich mitzunehmen und ihn garnicht erst ankommen lassen. Summerwines Stil erinnert mich sehr an den Stil von Geschichten, wie man sie in den 70ern und 80ern geschrieben hat. Jedenfalls scheint sich Valongatu an den Leser zu richten, der sich gerne länger mit einem Buch beschäftigen möchte. Von mir aus hätte Valongatu Insights ruhig einige Seiten dicker sein können, gerade gut für die langen Winterabende. Ich fürchte allerdings, das der eilige Konsument für Valongatu nicht die nötige Geduld aufbringen und sagen wird, man hätte alles kürzer beschreiben können. Möglicherweise aber hat die Harry Potter Welle eine neue Art von Lesern hervorgebracht, die sich gerne völlig in einer neuen Welt verlieren und von mehr als 200 Seiten nicht überfordert sind. Diese Leser würde ich Summerwine wünschen.
Einige Teile der Geschichte sollen etwa 20 Jahre alt sein. Ich behaupte: Ja, manchen merkt man das deutlich an - an vielen Stellen sogar. Bei anderen Passagen, so denke ich, hat er seinen Stil gefunden, der dann den Rest des Buches prägt.
Die Dialoge, denke ich hat er später eingefügt (oder sie sind alt und er hat ein gutes Gespühr für Dialoge). Die sind jedenfalls ganz spannend zu lesen und machen die Welt sehr lebendig. Besonders das Gespräch zwischen Nea und dem seltsamen Grafen Ganimah finde ich gelungen. Da enthüllt sich der ganze grosse Hintergrund, vor dem sich die Handlung der Valongatu Saga bewegt.
Auf einer Skala von 1 bis 10 würde ich die Note 7 geben.
Warum nicht besser ? Weil es ein Erstlingswerk ist und man merkt das an einigen Stellen.
Warum nicht schlechter ? Weil es für ein Erstlingswerk sehr gelungen ist.
Viel Spass beim lesen. Bin gespannt wie es weitergeht !
Raphi